Das Smartphone ist so böse!

Smartphone Wahnsinn

Es vibriert, es tutet, es leuchtet. Es kann zu einer ganzen Parallelwelt werden und lenkt uns stetig vom „echten Leben“ ab. Das Smartphone.

Erinnern wir uns an Zeiten vor Whatsapp, Facebook Messenger, Snapchat, Instagram, Twitter und wie diese zeit- und energieraubende Apps alle heißen. Auch damals hatte man Freunde und Beziehungen, schaffte es in Kontakt zu bleiben und Verabredungen einzuhalten. Die schockierende Erkenntnis: Es ist also theoretisch schon möglich; ein Leben ohne Smartphone als dritte Hand. Doch irgendwie scheinen es viele verlernt zu haben. Mir inklusive.

Ich habe mein Handy immer dabei, meist auch noch inklusive Ladekabel. Denn wenn sich der Akku dem Ende entgegen neigt, werde ich leicht nervös. Gleichzeitig ärgere ich mich über meine Abhängigkeit. Denn verdammt noch mal, wie schlimm kann es schon sein wenn der Display mal ein paar Stunden schwarz bleibt? Keine Ahnung. Also eigentlich Zeit für einen Selbstversuch! Den wollte ich ja schon vor einer Weile wagen. Habe es aber noch immer nicht geschafft. Aus Faulheit, Panik, Vergesslichkeit – sucht euch einen Grund aus.

Smartphones zerstören den Charakter.

Stimmt das? Zumindest ansatzweise? Ich glaube, die Antwort lautet leider „ja.“ Denn Verlässlichkeit und Pünktlichkeit werden dank Smartphone zu einer noch selteneren Tugend. Noch nie war es so leicht auf den letzten Drücker Verabredungen zu canceln. Oder sich deutlich zu verspäten und doch auf Unschuld zu plädieren. Denn wenn es der Versetzte nicht rechtzeitig liest – selbst Schuld! Trifft man sich dann doch, ist Aufmerksamkeit ein seltenes Gut. Denn viele tippen nebenbei stetig am Handy herum. Als wären die drei online geführten Gespräche um Längen mehr wert, als das eine, das man gerade im echten Leben führt.

Wissen wir doch schon alles!

Ja, ich weiß. Was ich euch da erzähle ist auch nichts Neues mehr. Hat man alles schon 1.000 x gehört und währenddessen zustimmend genickt. Mit den Gedanken war man aber eh schon wieder ganz wo anders. Aber was kann man wirklich machen? Wie schafft man es den Smartphone-Bann zu durchbrechen?

Das Teufelsding vielleicht einfach mal ins Eck fetzen. Sodass der Display in unzählige Stücke splittert. Peng. Zerbrochen liegt es dann da. Dann seh ich keine Bilder mehr mit Hashtag foodporn. Nachrichten mit emotionalem Ballast und schizophrener Emoticon-Sprache erreichen mich nicht mehr. Und ich kann endlich zur Ruhe kommen. Mich selbst unter all dem digitalen Abfall wieder finden.

Oder mich auf die Suche nach einem neuen Handy machen. Eines das nicht so schnell kaputt geht.

Aber jetzt mal ehrlich:

Wie ergeht es euch inmitten dieses Handy-Wahnsinns?

 

Alles Liebe,

Elisabeth

 

p.s.: Hier gibt es übrigens einen spannenden Selbstversuch zum Thema Handyfasten!

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  • Carina

    Mir geht’s da genauso wie dir und bestimmt viiiielen anderen auch. Ich will gar nicht wissen, wie oft ich täglich Instagram durchscrolle – denn ich könnte ja theoretisch ein wichtiges Bild verpassen… First world problems! 😉

  • Mir geht’s da genauso wie dir und bestimmt viiiielen anderen auch. Ich will gar nicht wissen, wie oft ich täglich Instagram durchscrolle – denn ich könnte ja theoretisch ein wichtiges Bild verpassen… First world problems! 😉