Philipp Benedikt – folge deinen (Foto)-Träumen

Phillipp Benedikt Fotograf

Bei dem sympathischen Blondschopf Philipp Benedikt hat es Klick gemacht, und das im wahrsten Sinne des Wortes: Seine Liebe zur Fotografie begann im zarten Alter von zwölf Jahren. Seither ist er stets auf der Suche nach perfekten Motiven und perfekten Augenblicken. Mit uns plauderte der gebürtige Kärntner über seine erste Foto-Session (die übrigens ziemlich nach hinten los ging), Models ohne Deo und andere Lustigkeiten.

Du liebst und lebst Fotografie. Was würdest du ohne Kamera machen?

Philipp Bendedikt in BangladeschEine sehr gute Frage, die ich mir selbst auch schon gestellt habe. Ein Leben ohne Kamera hätte wahrscheinlich ganz andere Reize, die ich mir so aber gar nicht vorstellen kann. Reisen ohne den ständigen Drang zu fotografieren und ohne der Suche nach großartigen Motiven, unvorstellbar. Außerdem würde ich eine meiner wichtigsten Kommunikations- und Ausdrucksformen verlieren… sowohl auf privater als auch auf beruflicher Ebene.

Kannst du dich noch an dein erstes selbst geschossenes Foto erinnern?

Nicht direkt, aber ich kann mich an eine andere lustige Geschichte erinnern. Es muss irgendwann in meiner Volksschulzeit (in den 90ern) gewesen sein. Die Zeit der analogen Kleinbild-Kompaktkameras. Ich war mit meinen Großeltern und einer solchen Kamera auf einer Gipfelmesse in meiner Heimat unterwegs. Der Apparat hat mich total fasziniert, aber gleichzeitig hatte ich auch keine Ahnung von dem Ding. Ich knipste alles was mir vor die Linse kam und konnte es kaum erwarten, die Fotos später meinen Eltern zu zeigen. Bergauf, Bergab – alles musste dokumentiert werden, bis ich schließlich bei einem „überlustigen“ Herrn landete. Der begann meine Kamera in Frage zu stellen und wollte, dass ich ihm den eingelegten Film zeige. Unwissend wie ich war zögerte ich natürlich keine Sekunde, öffnete die Rückseite und zeigte ihm den nun in der Sonne freiliegenden Analogfilm. Die Folgen dieser Aktion wurden mir natürlich erst nach der Entwicklung des Films bewusst. Meine ersten Fotos erblickten somit wirklich zu früh das Licht der Welt… (lacht)

Philipp Benedikt in New YorkPhillipp Bendedikt Dessous

Was fotografierst du am liebsten?

Menschen in all ihren Facetten. Ob ich mich dabei auf dokumentarischer Ebene bewege und eher im Hintergrund halte oder Porträtfotos mache und alle Parameter aktiv in der Hand habe, macht für mich keinen Unterschied. Was zählt ist das Endergebnis. Authentizität, Ausdruck und Ästhetik. Eine Kombination, die ich immer versuche bestmöglich in Szene zu setzen.

Das außergewöhnlichste Fotoshooting, das du je hattest…

…war wohl die Fotoreihe die ich für Red Bulls Athletenkochbuch, gemeinsam mit Ikarus (Hangar-7) Chefkoch Roland Trettl und bekannten Athleten wie Gregor Schlierenzauer, Orlando Duque, usw. fotografieren durfte. Da war jeder Tag außergewöhnlich.

Welchen Menschen möchtest du unbedingt mal fotografieren?

Meine Freundin, die ist nämlich Meister im Ausreden finden. Und gleich danach, Jessica Alba! (lacht).

Wie sind Models so? Erzähl mal.

Lustigerweise ist das meistens die erste Frage, die ich in meinem Bekanntenkreis gestellt bekomme. Eine Frage, die sich nicht so leicht und pauschal beantworten lässt. Jeder hat (zum Glück) seine Eigenheiten, ob Profisportler, Bäcker oder eben Model. Was ich aber an der Zusammenarbeit mit Models besonders schätze, ist ihre offene Art sich nach außen zu präsentieren, an Gegebenheiten anzupassen und sich während eines Shootings mit ihrem persönlichen Ausdruck zu integrieren.

Im Idealfall entsteht dadurch eine harmonische Zusammenarbeit zwischen Fotograf und Model, und das Endergebnis passt. Natürlich ist oft auch das Gegenteil der Fall – das lässt sich schwer vermeiden. Da können dann Kleinigkeiten wie „Deo vergessen“ auf engstem Raum zu einer Herausforderung werden…