Plus Size, Große Größen oder Inbetweenie

Plus Size, Große Größen oder Inbetweenie

Ich meine im Grunde genommen ist es doch so: Jeder ist wie er ist – schlank, dick, groß oder klein. Diese Eigenschaften geben lediglich Auskunft über das Ausmaß unserer Körper. Sie sind weder ein Attribut für Schönheit noch für Attraktivität.  So sollte es sein.

Welche Größe hast du? / Welche Größe bist du?

Wir lassen uns seit jeher von der Modeindustrie eine Nummer anstecken. Ich bin eine 48 und neidisch auf die 44 einer Kollegin, die wiederum blickt neidvoll auf die begehrte 40. Verspricht Größe 40 doch langläufig eine ganz normale Figur. Zumindest im echten Leben, denn in der Modewelt bist du mit der 40 schon zu gut bestückt und läufst nur mehr für Plus Size Designer.

 

Plus Size Mode

Die Fashion Branche und das echte Leben klaffen in Bezug auf die Frage „ab wann startet  PLUS SIZE?“ extrem auseinander. So wird beispielsweise ein Model wie Robyn Lawley als Plus Size bzw. „Traumfrau im XXL Format“ bezeichnet – für unsereins sieht die Dame jedoch wie eine ganz normale, schlanke Frau aus. So eine Bezeichnung impliziert doch, dass quasi alles Übergröße ist, das nicht Size Zero entspricht. Es gibt also “dünn – und dicker als dünn“!

 

Wo startet PLUS SIZE?

Modelabels bieten ihre Kollektionen meist von 34 bis maximal 42/44 an. Laut diesem Messkriterium müsste PLUS SIZE bzw. Übergrößen bei Größe 44/46 starten. Für meinen Geschmack ist das noch zu weit unten – ich würde den Begriff Übergrößen ab 50/52 ansetzen. Für die Größen dazwischen hat Edith Dohmen einen Begriff geprägt – die INBETWEENIES.  Sie schreibt auf Stylehasnosize.com darüber eine Frau zwischen den Größen 40 – 48 zu sein, nicht dünn aber auch nicht dick – vielleicht einfach ganz normal?

Aber bitte die Damen, was ist schon NORMAL? Und warum lassen wir uns in Kategorien wie Normalgrößen, Kleingrößen, Plus Size, Übergrößen oder große Größen zwängen – wenn diese uns doch als NICHT NORMAL outen?

 

Diversität ist angesagt!

In einer perfekten Welt würde es Mode für alle Größen und Körperformen geben. Die Textilindustrie hat bestimmt das nötige Know-How Stoffe zu entwickeln, die man für sämtliche Größen verwenden kann. Da muss nicht bei Größe 42 gestoppt werden. Es wäre schön, wenn Modelabels die Angst verlieren würden durch Große Größen ihr Image zu schädigen. Und ich fände es besonders toll, wenn die Modedesigner Models in allen Größen über die Runways dieser Welt schicken würden.

 

Wie siehst du das?

Wie ist deine Meinung zum Thema Größenwahnsinn in der Mode? Wenn dir dieser Artikel zum Thema Plus Size gefallen hat, freu ich mich, wenn du ihn in deinen sozialen Netzwerken teilst.