Trockene Haare vs. Haare wie ein Pedigree Hund

krisselige Haare

Erste Hilfe bei trockenen, splissigen Haaren?  Schnipp schnapp, Haare ab – kreisch! Nein, Spaß beiseite, man muss ja nicht immer sofort zur Schere greifen. Versprochen.

Trockene Haare, im Winter ein haarsträubendes Problem

Fettiger Ansatz, trockene, splissige Spitzen – der Klassiker. Und so sehen auch meine Haare aus (im Winter ist ihnen oft danach). Dann ahmen sie perfekt den Zustand nach, der in Haarshampoo-Werbungen immer als das grausame „Davor“ eingeblendet wird. Ihr wisst schon, diese Szene in Schwarz-weiß, wenn die Frau entsetzt in den Spiegel blickt, sich die Haare rauft und aussieht wie eine hysterische Vogelscheuche.

Doch dann kommt der Retter in der Not, mit ganz vielen Silikonbomben im Gepäck (aka Haarshampoo) und die Haarlis sind wieder seidenweich, wie die von einem Pedigree Hund. Dann ist alles wieder gut, und die Schere kann man vorerst in die Tonne kloppen.

Trockene Haare – viele Shampoos, keine Lösung

Soweit die Theorie. In der Praxis sieht die Sache leider ein bisschen anders aus. Denn meist hält sich der Effekt in Grenzen. Neues Shampoo (+ Spülung natürlich, denn das gibt ja irgendwie ein gutes Gefühl) stehen schon bald in der hinterletzten Bad-Ecke und man wartet händeringend auf die nächste bahnbrechende Erfindung der Kosmetikindustrie.

Haarpflege mit Köpfchen – Tipps & Tricks für trockene Haare

Erst mal vorweg: Es gibt kein Patentrezept und keine Wunderkur für seidig weiches, glänzendes Haar, damit müssen wir uns leider abfinden. Denn jeder Haartyp tickt anders. Doch nachdem ich schon seit Jahren im Clinch mit meinen trockenen, naturgelockten Haaren liege, konnte ich doch etwas Wissen ansammeln, das ich nun selbstverständlich gerne an euch weitergebe:

Haare trocknen

  • Haare am besten an der Luft trocknen lassen.
  • Wenn geföhnt werden muss, die Haare davor mit Hitzespray einsprühen und anschließend mit einer lauwarmen Stufe föhnen.

Haare pflegen

  • 1x die Woche eine Haarkur verwenden; diese nach dem Haare waschen, aber unbedingt VOR der Spülung anwenden. Denn die Haarkur soll tief in das Haarinnere eindringen, Haarspülungen hingegen versiegeln die äußere Schuppenschicht der Haare.
  • Die Haarkur erst ab Ohrenhöhe in die Haare einmassieren – byebye fettiger Ansatz.
  • Die Haarkur so lange wie möglich einwirken lassen. Auch wenn auf der Packung steht “5 Minuten”. Es gilt: Je länger die Einwirkzeit, desto besser.
  • Stichwort Wärme. Wenn es warm ist, kann die Haarkur von den Haaren noch besser aufgenommen werden. Also: Auf jeden Fall Handtuch um die Haare und für noch mehr Pflegeeffekt in die heiße Badewanne legen oder mit dem Fön immer wieder um das Handtuch föhnen.

Andere Tipps

  • Haare nicht zu heiß waschen, und am Schluss einmal kurz mit kaltem Wasser durchspülen – das glättet die Haarstruktur und sorgt für mehr Glanz.
  • Haaröl (gerne auch Oliven-, Argan-, oder Kokosöl) in die Haarspitzen massieren, Haare zusammenbinden, eindrehen, mit etwas Frischhaltefolie umwickeln und über Nacht einwirken lassen. In der Früh dann natürlich Haare waschen; außer man steht auf den grungigen “I don’t give a f****” Look.
  • Seltener Haare waschen. Jaja, ich weiß, das ist sehr schwierig, aber eure Haare und eure Kopfhaut werden es euch danken. Zumindest nicht mehr täglich Haare waschen, ok? 🙂
  • Beim Schlafen Haare mit einem weichen Haargummi zusammen binden, am besten (je nach Haarlänge) eingedreht und ganz oben am Kopf.

Spezifische Tipps zu Pflegeprodukten gibt es auch in meinem Posting zum Thema “Endlich lange Haare.” Und speziell für Blondinen gibt es hier einen Beitrag.

 

Fragen, Beschwerden, Tipps und natürlich auch gerne Lobeshymnen in die Kommentarbox unten eintragen.

 

Alles Liebe,

 

Elisabeth