Verena besucht… Agnes Winzig von Senga Smas

Verena besucht… Agnes Winzig von Senga Smas

Heute habe ich eine ganz besondere Schmuckdesignerin für euch im Gepäck: Agnes Winzig von Senga Smas.

Eigentlich kommt Agnes aus dem Bereich der bildenden Kunst, in den letzten Jahren hat sie sich aber besonders ihrer Schmuckkollektion gewidmet. Wer ein Auge für das Besondere hat, wird sofort erkennen, dass hier eine Künstlerin am Werk ist. Denn ihre Einzelstücke bestechen nicht nur durch Außergewöhnlichkeit, sondern auch durch Liebe bis ins kleinste Detail. Ich habe sie im Afro Cafe in der Salzburger Innenstadt zum Gespräch getroffen.

Liebe Agnes, wie wird dein Schmuck hergestellt, ist das Handarbeit?

Ich fertige den Schmuck mit Nadel und Faden. Es ist ein textil verarbeiteter Schmuck. Verschiedenste Arten von Perlen werden gefädelt, geknüpft, gewebt, gestickt. Das sind sehr oft alte, zum Teil in Vergessenheit geratene, Techniken. Zusammen mit zeitgenössischen Materialien ergeben sich so einzigartige, nicht alltägliche Schmuckstücke. Perlenstickerei auf Alkantara und gehäkelter Silberdraht sind meine Spezialität. Und ja, jedes Einzelstück wird per Hand gefertigt.

Wie lange machst du das schon? Wie bist du auf diese Idee gekommen?

Noch nicht allzu lange. Ich komme aus der bildenden Kunst. Bin seit 2000 als Künstlerin tätig und habe mich vor allem mit Malerei und Metall-Bildhauerei beschäftigt. Im Jahr 2010 musste ich meine große Werkstatt aufgeben und suchte eine Möglichkeit auf kleinstem Raum Dreidimensionales zu schaffen. Die ersten Experimente waren aus relativ dickem Draht. Mit der Zeit wurde das Material immer feiner und irgendwann bin ich bei den kleinen Perlen gelandet. Ein Überbleibsel aus erster Zeit sind meine Häkelarbeiten aus Schmuckdraht. 2012 gründete ich das Label Senga Smas Jewels und bin erst seit Anfang 2013 damit in der Öffentlichkeit präsent.

Wie kommst du auf deine Ideen. Orientierst du dich an Trends?

Die Ideen kommen beim Blättern in Büchern und durch Recherche. Ich orientiere mich weniger an Trends als an Formensprache, Materialien und Farben von Schmuck in verschiedenen Epochen und/oder Kulturkreisen. Ich zeichne keine Entwürfe, sondern beginne einfach meine Idee, mein inneres Bild vom neuen Schmuckstück, umzusetzen. Das Ganze entsteht beim Tun. Da kommt mir die Perlenstickerei besonders entgegen. Es ist wie malen mit Perlen. Auf diese Weise entstehen immer Unikate. So ist es mir auch möglich bei Sonderanfertigungen sehr individuell auf Wünsche, Typ und Anlass einzugehen.

Senga Smas OhrringeSenga Smas KetteSenga Smas Armband

Wozu trägt man deinen Schmuck? Ist er nicht zu außergewöhnlich für jeden Tag?

Mein Schmuck ist für jeden Anlass. Es gibt einfache, reduzierte Basics, die im Alltag gut passen; beziehungsweise von Frauen gerne getragen werden, die nicht so auffallen wollen. Es gibt Schmuck zur Tracht, für die Braut, zur Cocktail- und Abendmode, Schmuck für Tänzer und TanzportlerInnen, für Bühne und Red Carpet. Letzterer ist natürlich sehr weitenwirksam und auffällig. Ich selbst trage auch den üppigeren Schmuck zu Jeans und Bluse oder zu schlichtem Outfit. Ein gewollter Stilbruch ist immer interessant. Mein Schmuck lädt zum Kombinieren und Experimentieren ein und unterstreicht so immer die Individualität der Trägerin.

Und wo kann ich deinen Schmuck kaufen?

Ich habe einen Onlineshop, in dem Schmuckliebhaber unkompliziert und rund um die Uhr bestellen können. Auch Sonderanfertigungen nehme ich online entgegen. Ins Atelier in Seekirchen kann man nach telefonischer Terminvereinbarung jederzeit kommen. Individuelle Beratung ist ein Service, das gerne in Anspruch genommen wird. Auch von Männern, die etwas Besonderes schenken wollen. Außerdem gibt es exklusive Kollektionen bei meinen Kooperationspartnern. Das sind Das Kleid, Wimmer schneidert und Beurle. Und natürlich bin ich auch immer wieder auf diversen Designmärkten und Messen vertreten.

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